Physics & astronomy · 1900
Zur Theorie des Gesetzes der Energieverteilung im Normalspectrum
Verhandlungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft · vol. 2, no. 17 · 1900
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- 27 September 2026
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- Public domain
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- Max Planck, 1900
- Language
- German
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Edition
Scan of the Verhandlungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Zweiter Jahrgang (Leipzig: Johann Ambrosius Barth, 1900), no. 17, pp. 237-245, digitized by Google from the Harvard College Library copy (Internet Archive, verhandlungende01goog, 600 ppi). No proofread transcription was found (German Wikisource has only the later paper in Annalen der Physik 4, 1901): the text was transcribed line by line from the scan and checked word by word against it, with the OCR of the Internet Archive as a cross-check. The title, “von M. Planck.” and “(Vorgetragen in der Sitzung vom 14. December 1900.)” are in the header; the cross-reference “(Vgl. oben S. 235.)” to the minutes of the session is left out; running heads and page numbers are left out and hyphens at line ends are rejoined. The footnotes, numbered from 1 on each page of the scan, are numbered 1 to 12 and follow the text. Names in small caps stay in small caps. Spelling, punctuation and misprints are kept, among them the exponents 8 of nu and c in the formula for u dnu of p. 242, where 3 is meant (checked on the bilevel scan: both glyphs have two closed bowls, while the superscript 3 of c^3 on p. 241 and of 10^23 on p. 244 has an open lower bowl, and their bitmaps occur nowhere else in their JBIG2 symbol group, so they are not a compression artifact), and “die einzige ist. welche” in the note of p. 243. The equations are set with KaTeX, and the example of a complexion as a two-row array.
Rights
Max Planck died on 4 October 1947, so his works are in the public domain in France since 1 January 2018 (70 years counted from 1 January 1948). The paper was published in 1900, before 1 January 1931, so it is in the public domain in the United States.
M. H.! Als ich vor mehreren Wochen die Ehre hatte, Ihre Aufmerksamkeit auf eine neue Formel zu lenken, welche mir geeignet schien, das Gesetz der Verteilung der strahlenden Energie auf alle Gebiete des Normalspectrums auszudrücken1, gründete sich meine Ansicht von der Brauchbarkeit der Formel, wie ich schon damals ausführte, nicht allein auf die anscheinend gute Uebereinstimmung der wenigen Zahlen, die ich Ihnen damals mitteilen konnte, mit den bisherigen Messungsresultaten2, sondern hauptsächlich auf den einfachen Bau der Formel und insbesondere darauf, dass dieselbe für die Abhängigkeit der Entropie eines bestrahlten monochromatisch schwingenden Resonators von seiner Schwingungsenergie einen sehr einfachen logarithmischen Ausdruck ergiebt, welcher die Möglichkeit einer allgemeinen Deutung jedenfalls eher zu versprechen schien, als jede andere bisher in Vorschlag gebrachte Formel, abgesehen von der Wien’schen, die aber durch die Thatsachen nicht bestätigt wird.
Entropie bedingt Unordnung, und diese Unordnung glaubte ich erblicken zu müssen in der Unregelmässigkeit, mit der auch im vollkommen stationären Strahlungsfelde die Schwingungen des Resonators ihre Amplitude und ihre Phase wechseln, sofern man Zeitepochen betrachtet, die gross sind gegen die Zeit einer Schwingung, aber klein gegen die Zeit einer Messung. Die constante Energie des stationär schwingenden Resonators ist danach nur als ein zeitlicher Mittelwert aufzufassen, oder, was auf dasselbe hinauskommt, als der augenblickliche Mittelwert der Energien einer grossen Anzahl von gleichbeschaffenen Resonatoren, die sich im nämlichen stationären Strahlungsfelde weit genug entfernt voneinander befinden, um sich nicht gegenseitig direct zu beeinflussen. Da somit die Entropie eines Resonators durch die Art der gleichzeitigen Energieverteilung auf viele Resonatoren bedingt ist, so vermutete ich, dass sich diese Grösse durch Einführung von Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen, deren Bedeutung für den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik Hr. L. Boltzmann3 zuerst aufgedeckt hat, in die elektromagnetische Theorie der Strahlung würde berechnen lassen müssen. Diese Vermutung hat sich bestätigt; es ist mir möglich geworden, einen Ausdruck für die Entropie eines monochromatisch schwingenden Resonators, und somit auch für die Verteilung der Energie im stationären Strahlungszustand, d. h. im Normalspectrum, auf deductivem Wege zu ermitteln, wobei es nur nötig wird, der von mir in die elektromagnetische Theorie eingeführten Hypothese der „natürlichen Strahlung“ eine etwas weitergehende Fassung zu geben als bisher. Ausserdem aber haben sich hierbei noch andere Beziehungen ergeben, die mir für weitere Gebiete der Physik und auch der Chemie von erheblicher Tragweite zu sein scheinen.
Indessen liegt mir heute nicht sowohl daran, jene Deduction, welche sich auf die Gesetze der elektromagnetischen Strahlung, der Thermodynamik und der Wahrscheinlichkeitsrechnung stützt, hier systematisch in allen Einzelheiten durchzuführen, als vielmehr daran, Ihnen den eigentlichen Kernpunkt der ganzen Theorie möglichst übersichtlich darzulegen, und dies kann wohl am besten dadurch geschehen, dass ich Ihnen hier ein neues, ganz elementares Verfahren beschreibe, durch welches man, ohne von einer Spectralformel oder auch von irgend einer Theorie etwas zu wissen, mit Hülfe einer einzigen Naturconstanten die Verteilung einer gegebenen Energiemenge auf die einzelnen Farben des Normalspectrums, und dann mittels einer zweiten Naturconstanten auch die Temperatur dieser Energiestrahlung zahlenmässig berechnen kann. Es wird Ihnen bei dem anzugebenden Verfahren manches willkürlich und umständlich erscheinen, aber ich lege hier, wie gesagt, nicht Wert auf den Nachweis der Notwendigkeit und der leichten praktischen Ausführbarkeit, sondern nur auf die Klarheit und Eindeutigkeit der gegebenen Vorschriften zur Lösung der Aufgabe.
In einem von spiegelnden Wänden umschlossenen diathermanen Medium mit der Lichtfortpflanzungsgeschwindigkeit befinden sich in gehörigen Abständen voneinander eine grosse Anzahl von linearen monochromatisch schwingenden Resonatoren, und zwar mit der Schwingungszahl (pro Secunde), mit der Schwingungszahl , mit der Schwingungszahl etc., wobei alle grosse Zahlen sind. Das System enthalte eine gegebene Menge Energie: die Totalenergie , in erg, die teils in dem Medium als fortschreitende Strahlung, teils in den Resonatoren als Schwingung derselben auftritt. Die Frage ist, wie sich im stationären Zustand diese Energie auf die Schwingungen der Resonatoren und auf die einzelnen Farben der in dem Medium befindlichen Strahlung verteilt und welche Temperatur dann das ganze System besitzt.
Zur Beantwortung dieser Frage fassen wir zuerst nur die Schwingungen der Resonatoren ins Auge, und erteilen ihnen versuchsweise bestimmte willkürliche Energien, nämlich den Resonatoren etwa die Energie , den Resonatoren die Energie etc. Natürlich muss die Summe:
kleiner sein als . Der Rest entfällt dann auf die im Medium befindliche Strahlung. Nun ist noch die Verteilung der Energie auf die einzelnen Resonatoren innerhalb jeder Gattung vorzunehmen, zuerst die Verteilung der Energie auf die Resonatoren mit der Schwingungszahl . Wenn als unbeschränkt teilbare Grösse angesehen wird, ist die Verteilung auf unendlich viele Arten möglich. Wir betrachten aber — und dies ist der wesentlichste Punkt der ganzen Berechnung — als zusammengesetzt aus einer ganz bestimmten Anzahl endlicher gleicher Teile und bedienen uns dazu der Naturconstanten [erg × sec]. Diese Constante mit der gemeinsamen Schwingungszahl der Resonatoren multiplicirt ergiebt das Energieelement in erg, und durch Division von durch erhalten wir die Anzahl der Energieelemente, welche unter die Resonatoren zu verteilen sind. Wenn der so berechnete Quotient keine ganze Zahl ist, so nehme man für eine in der Nähe gelegene ganze Zahl.
Nun ist einleuchtend, dass die Verteilung der Energieelemente auf die Resonatoren nur auf eine endliche ganz bestimmte Anzahl von Arten erfolgen kann. Jede solche Art der Verteilung nennen wir nach einem von Hrn. Boltzmann für einen ähnlichen Begriff gebrauchten Ausdruck eine „Complexion“. Bezeichnet man die Resonatoren mit den Ziffern 1, 2, 3 ... bis , schreibt diese der Reihe nach nebeneinander, und setzt unter jeden Resonator die Anzahl der auf ihn entfallenden Energieelemente, so erhält man für jede Complexion ein Symbol von folgender Form:
Hier ist , angenommen. Die Anzahl aller möglichen Complexionen ist offenbar gleich der Anzahl aller möglichen Ziffernbilder, die man auf diese Weise, bei bestimmtem und , für die untere Reihe erhalten kann. Um jedes Missverständnis auszuschliessen, sei noch bemerkt, dass zwei Complexionen als verschieden anzusehen sind, wenn die entsprechenden Ziffernbilder dieselben Ziffern, aber in verschiedener Anordnung, enthalten. Aus der Combinationslehre ergiebt sich die Anzahl aller möglichen Complexionen zu
und mit genügender Annäherung
Dieselbe Rechnung führen wir bei den Resonatoren der übrigen Gattungen aus, indem wir für jede Resonatorgattung die Anzahl der bei der für sie angenommenen Energie möglichen Complexionen bestimmen. Die Multiplication aller so erhaltenen Zahlen ergiebt dann die Gesamtzahl der bei der versuchsweise vorgenommenen Energieverteilung in allen Resonatoren zusammengenommen möglichen Complexionen.
So entspricht auch jeder anderen willkürlich vorgenommenen Energieverteilung eine in der angegebenen Weise zu bestimmende Zahl von möglichen Complexionen. Unter allen Energieverteilungen nun, welche bei constant gehaltenem möglich sind, giebt es eine einzige ganz bestimmte, für welche die Zahl der möglichen Complexionen grösser ist als für jede andere; diese Energieverteilung suchen wir auf, eventuell durch Probiren; denn sie ist gerade diejenige, welche die Resonatoren im stationären Strahlungsfelde annehmen, wenn sie insgesamt die Energie besitzen. Dann lassen sich alle Grössen durch die eine Grösse ausdrücken. Durch Division von durch , von durch etc. erhält man dann den stationären Wert der Energie eines einzelnen Resonators einer jeden Gattung, und daraus auch die räumliche Dichtigkeit der dem Spectralbezirk bis angehörenden strahlenden Energie im diathermanen Medium:
wodurch auch die in dem Medium enthaltene Energie bestimmt ist.
Von allen angeführten Grössen erscheint jetzt nur noch als willkürlich gewählt. Man sieht aber leicht, wie auch noch aus der gegebenen totalen Energie zu berechnen ist. Denn wenn der gewählte Wert von etwa einen zu grossen Wert von ergeben sollte, so ist er entsprechend zu verkleinern, und umgekehrt.
Nachdem so die stationäre Energieverteilung mit Hülfe der einen Constante ermittelt ist, findet man die entsprechende Temperatur in Celsiusgraden mittels einer zweiten Naturconstanten [erg : grad] durch die Gleichung:
Das Product ist die Entropie des Systems der Resonatoren; sie ist die Summe der Entropien aller einzelnen Resonatoren.
Es würde nun freilich sehr umständlich sein, die angegebenen Rechnungen wirklich auszuführen, obwohl es gewiss nicht ohne Interesse wäre, an einem einfachen Fall einmal den so zu erreichenden Grad von Annäherung an die Wahrheit zu prüfen. Viel directer zeigt eine allgemeinere, genau an der Hand der gegebenen Vorschriften ausgeführte durchaus mühelose Rechnung, dass die auf solche Weise bestimmte normale Energieverteilung im durchstrahlten Medium dargestellt wird durch den Ausdruck:
welcher genau der von mir früher angegebenen Spectralformel entspricht:
Die formalen Abweichungen sind bedingt durch die Unterschiede in der Definition von und . Die obere Formel ist insofern etwas allgemeiner, als sie für ein ganz beliebiges diathermanes Medium mit der Lichtfortpflanzungsgeschwindigkeit gilt. Die mitgeteilten Zahlenwerte von und habe ich aus dieser Formel nach den Messungen von F. Kurlbaum4 und von O. Lummer und E. Pringsheim5 berechnet.
Ich wende mich noch mit einigen kurzen Bemerkungen zu der Frage nach der Notwendigkeit der angegebenen Deduction. Dass das für eine Resonatorgattung angenommene Energieelement proportional sein muss der Schwingungszahl , lässt sich unmittelbar aus dem höchst wichtigen Wien’schen sogenannten Verschiebungsgesetz folgern. Die Beziehung zwischen und ist eine der Grundgleichungen der elektromagnetischen Strahlungstheorie. Im übrigen basirt die ganze Deduction auf dem einen Satz, dass die Entropie eines Systems von Resonatoren mit gegebener Energie proportional ist dem Logarithmus der Gesamtzahl der bei dieser Energie möglichen Complexionen, und dieser Satz lässt sich seinerseits zerlegen in zwei andere: 1. dass die Entropie des Systems in einem bestimmten Zustand proportional ist dem Logarithmus der Wahrscheinlichkeit dieses Zustandes, und 2. dass die Wahrscheinlichkeit eines jeden Zustandes proportional ist der Anzahl der ihm entsprechenden Complexionen, oder mit anderen Worten, dass irgend eine bestimmte Complexion ebenso wahrscheinlich ist als irgend eine andere bestimmte Complexion. Der 1. Satz kommt, auf Strahlungsvorgänge angewandt, wohl nur auf eine Definition der Wahrscheinlichkeit eines Zustandes hinaus, insofern man bei der Energiestrahlung von vornherein gar kein anderes Mittel besitzt, um die Wahrscheinlichkeit zu definiren, als eben die Bestimmung der Entropie. Hier liegt einer der Unterschiede gegenüber den entsprechenden Verhältnissen in der kinetischen Gastheorie. Der 2. Satz bildet den Kernpunkt der ganzen vorliegenden Theorie; sein Beweis kann in letzter Linie nur durch die Erfahrung geliefert werden. Er lässt sich auch als eine nähere Präcisirung der von mir eingeführten Hypothese der natürlichen Strahlung auffassen, die ich bisher nur in der Form ausgesprochen habe, dass die Energie der Strahlung sich vollkommen „unregelmässig“ auf die einzelnen in ihr enthaltenen Partialschwingungen verteilt.6 Ich beabsichtige die hier nur angedeuteten Ueberlegungen nächstens an anderer Stelle ausführlich mit allen Rechnungen mitzuteilen, zugleich mit einem Rückblick auf die bisherige Entwicklung der Theorie.
Zum Schluss möchte ich noch auf eine wichtige Consequenz der entwickelten Theorie hinweisen, die zugleich eine weitere Prüfung ihrer Zulässigkeit ermöglicht. Hr. Boltzmann7 hat gezeigt, dass die Entropie eines im Gleichgewicht befindlichen einatomigen Gases gleich ist , wobei die Anzahl der bei der wahrscheinlichsten Geschwindigkeitsverteilung möglichen Complexionen (die „Permutabilität“), die bekannte Gasconstante ( für O = 16), das für alle Substanzen gleiche Verhältnis der Masse eines wirklichen Molecüles zur Masse eines g-Molecüles darstellt. Sind nun in dem Gase auch strahlende Resonatoren vorhanden, so ist nach der hier entwickelten Theorie die Entropie des ganzen Systems proportional dem Logarithmus der Zahl aller möglicher Complexionen, Geschwindigkeiten und Strahlung zusammengenommen. Da aber nach der elektromagnetischen Theorie der Strahlung die Geschwindigkeiten der Atome vollkommen unabhängig sind von der Verteilung der strahlenden Energie, so ist die Gesamtzahl der Complexionen einfach gleich dem Producte der auf die Geschwindigkeiten und der auf die Strahlung bezüglichen Zahlen, mithin die Gesamtentropie, wenn einen Proportionalitätsfactor bedeutet:
Der erste Summand ist die kinetische, der zweite die Strahlungsentropie. Durch Vergleichung mit den vorigen Ausdrücken erhält man hieraus:
oder
d. h. ein wirkliches Molecül ist das fache eines g-Molecüles, oder: ein Wasserstoffatom wiegt g, da H = 1,01, oder: auf ein g-Molecül eines jeden Stoffes gehen wirkliche Molecüle. Hr. O. E. Meyer8 berechnet diese Zahl auf , also nahe übereinstimmend.
Die Loschmidt’sche Constante , d. h. die Anzahl Gasmolecüle in 1 ccm bei 0° C. und 1 Atm. Druck ist:
Hr. Drude9 findet .
Die Boltzmann-Drude’sche Constante , d. h. die mittlere lebendige Kraft eines Atomes bei der absoluten Temperatur 1 ist:
Hr. Drude10 findet .
Das Elementarquantum der Elektricität , d. h. die elektrische Ladung eines positiven einwertigen Ions oder Elektrons ist, wenn die bekannte Ladung eines einwertigen g-Ions bedeutet:
Hr. F. Richarz11 findet , Hr. J. J. Thomson12 neuerdings .
Alle diese Beziehungen beanspruchen, wenn die Theorie überhaupt richtig ist, nicht annähernde, sondern absolute Gültigkeit. Daher fällt die Genauigkeit der berechneten Zahlen wesentlich mit derjenigen der relativ unsichersten, der Strahlungsconstanten , zusammen, und übertrifft somit bei weitem alle bisherigen Bestimmungen dieser Grössen. Ihre Prüfung durch directere Methoden wird eine ebenso wichtige wie notwendige Aufgabe der weiteren Forschung sein.
- 1M. Planck, Verhandl. der Deutschen Physikal. Gesellsch. 2. p. 202. 1900. ↑
- 2Inzwischen haben die Herren H. Rubens und F. Kurlbaum (Sitzungsber. d. k. Akad. d. Wissensch. zu Berlin vom 25. October 1900, p. 929) für sehr lange Wellen eine directe Bestätigung gegeben. ↑
- 3L. Boltzmann, namentlich Sitzungsber. d. k. Akad. d. Wissensch. zu Wien (II) 76. p. 373. 1877. ↑
- 4
- 5
- 6M. Planck, Ann. d. Phys. 1. p. 73. 1900. Wenn Hr. W. Wien in seinem Pariser Rapport (II, p. 38, 1900) über die theoretischen Gesetze der Strahlung meine Theorie der irreversibeln Strahlungsvorgänge deshalb nicht befriedigend findet, weil sie nicht den Nachweis erbringe, dass die Hypothese der natürlichen Strahlung die einzige ist, welche zur Irreversibilität führt, so verlangt er nach meiner Meinung von dieser Hypothese doch wohl etwas zu viel. Denn wenn man die Hypothese beweisen könnte, so wäre es eben keine Hypothese mehr, und man brauchte eine solche überhaupt gar nicht erst aufzustellen. Dann würde man aber auch nichts wesentlich Neues aus ihr ableiten können. Von demselben Standpunkt aus müsste doch wohl auch die kinetische Gastheorie als unbefriedigend erklärt werden, weil der Nachweis noch nicht erbracht ist, dass die atomistische Hypothese die einzige ist. welche die Irreversibilität erklärt, und ein entsprechender Vorwurf dürfte mehr oder minder alle nur auf inductivem Wege gewonnenen Theorien treffen. ↑
- 7L. Boltzmann, Sitzungsber. d. k. Akad. d. Wissensch. zu Wien (II) 76. p. 428. 1877. ↑
- 8O. E. Meyer, Die kinetische Theorie der Gase, 2. Aufl. p. 337. 1899. ↑
- 9P. Drude, Ann. d. Phys. 1. p. 578. 1900. ↑
- 10l. c. ↑
- 11F. Richarz, Wied. Ann. 52. p. 397. 1894. ↑
- 12J. J. Thomson, Phil. Mag. (5) 46. p. 528. 1898. ↑